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UNESCO-Welterbestätten

Als die Wiege der abendländischen Kultur kommt dem Antiken Griechenland eine große Bedeutung zu. Doch nicht nur in den Wissenschaften, in Literatur und Philosophie sind der Menschheit große Werke aus der griechischen Antike erhalten geblieben, sondern auch monumentale Baudenkmäler, die ihresgleichen suchen. Auch die nachfolgenden Epochen haben in Griechenland Einzigartiges auf dem Gebiet der Architektur erschaffen. Einige hiervon wurden zum Welterbe der Menschheit erkoren und locken mit diesem Titel bis heute zahlreiche Besucher aus aller Welt an.

Unter den UNESCO-Welterbestätten auf dem griechischen Festland ragen besonders die weltberühmte Akropolis in Athen, das Orakel von Delphi sowie die Ruinen von Olympia hervor. Die Akropolis in Athen ist das Wahrzeichen der griechischen Stadt und eines der bedeutendsten Monumente der Welt. Das Felsplateau wurden ab dem Jahr 467 v. Chr. mehrere Tempel und Bauwerke errichtet, deren Ruinen bis heute erhalten geblieben sind. Im Mittelpunkt steht dabei der imposante Parthenon, welcher der Göttin Athene geweiht war. Weitere herausragende Gebäude sind der Niketempel, das Erechtheion und die Propyläen. Weiterhin gab es auf der Athener Akropolis u.a. das Heiligtum des Zeus Polieus und das Heiligtum des Pandion sowie am Hang des Felsberges das Dionysostheater und am Fuße das Odeon des Herodes Atticus. Zahlreiche Fundstücke, darunter Statuen und Friesstücke, von der Akropolis können im Akropolismuseum bestaunt werden.

Nördlich der Halbinsel Peleponnes liegt am Golf von Korinth die Überreste des Heiligtums von Delphi. Aus allen Teilen Griechenlands, ja sogar aus anderen Ländern kamen die Leute an diesem Ort, um das Orakel zu befragen. Die Kultstätte wuchs ab dem 8. Jhd. v. Chr. allmählich zu einer Stadt mit Schatzhäusern, Prachtbauten, Monumenten, Statuen und Tempeln heran. Das Orakel selbst, mit den Worten „Erkenne dich selbst“ über dem Eingang, war ein dem Gott Apollon geweihter Tempel. Es wurde vor einfachen Leuten ebenso befragt wie von Herrschern, die vor wichtigen politischen Entscheidungen standen. Heute ist der Ort Delphi eine riesige Ausgrabungsstätte inmitten einer malerischen Berglandschaft. Besucher können die Ruinen unterm freien Himmel sowie die zahlreichen Fundstücke im Archäologischen Museum Delphi bestaunen – Ein Muss für jeden Kulturliebhaber!

Im Nordwesten von Peleponnes befindet sich der Ort Olympia, an dem in der Antike die Olympischen Spiele als religiöses Fest zu Ehren der Götter ausgetragen wurden. Der älteste Nachweis über die Olympischen Spiele stammt aus dem Jahr 776 v. Chr., von da lässt sich ihr Stattfinden für die folgenden 1.000 Jahre belegen. Mit wachsender Bedeutung der antiken Festspiele wurden immer mehr Anlagen, Sportstätten, Tempel und Statuen errichtet. Aufgrund von Zerstörungen, Erdbeben und Überschwemmungen sind von ihnen heute leider nur die Ruinen zu sehen, so etwa die vom Zeus-Tempel, der Arena, des Gymnasions und des Philippeion.

Zum UNESCO-Weltkulturerbe Griechenlands gehören weiterhin die Meteora-Klöster, die sich in der Region Thessalien unweit der Stadt Kalambaka befinden. Die insgesamt 24 Klosteranlagen und Eremitagen wurden ab dem 11. Jahrhundert auf Felsenplateaus errichtet, die inmitten einer malerischen Landschaft bis zu 300 Meter senkrecht emporragen. Heute sind noch sechs Klöster bewohnt und können auch besichtigt werden, darunter das größte Kloster Metamórphosis, das heutige Frauenkloster Rousánou und das Kloster Agía Triáda, welches schon als Kulisse für einen James Bond Film diente. Wer die Klöster besichtigen will, muss angemessene Kleidung tragen, sprich bedeckte Schultern sowie lange Hosen für die Herren und lange Kleider für Frauen. Die Klöster sind übrigens über Treppen leicht zu erreichen.

Weitere sehenswerte Klosteranlagen sind die für ihre prachtvollen Mosaike bekannten Klöster Daphni und Hosios Lukas aus dem 11. Jahrhundert, die sich in der Nähe von Athen befinden. Sie gehören wie die zwanzig auf dem Heiligen Berg Athos gelegenen Klöster ebenfalls zum griechischen UNESCO-Welterbe. Der Heilige Berg Athos auf der Halbinsel Chaldiki ist das Gebiet der autonomen Mönchsrepublik Athos und darf nur von männlichen Pilgern betreten werden. Touristen dürfen die prachtvollen Klöster leider nur vom Boot aus bestaunen.

Wer in die griechische Geschichte eintauchen will, der wird in der Altstadt von Thessaloniki auf zahlreiche Bauwerke aus der frühchristlichen und byzantinischen Zeit treffen. Neben den Ruinen der alten Stadtmauer und dem byzantinischen Bad handelt es sich bei den Bauten vor allem um Kirchen, Kapellen und Klöster. Kein Wunder, gilt Thessaloniki, das bereits in der Bibel erwähnt wird, doch als wichtigster Ort, von dem aus sich das Christentum ausbreitete. Sehenswert sind u.a. die Hagia Sophia mit ihren beeindruckenden Mosaiken, die Basilika Panagia Acheiropoietos aus dem 5. Jahrhundert und die byzantinische Kirche Panagia Chalkeon.

Im Jahr 1989 verlieh die UNESCO den Titel Welterbe der Menschheit auch an die  byzantinische Ruinenstadt Mystras, die im 13. Jahrhundert von Kreuzrittern gegründet und im Laufe ihrer Geschichte zu einem bedeutenden kulturellen Zentrum heranwuchs, bis sie 1825 vollkommen zerstört und nicht wieder aufgebaut wurde. Heute kann die nahe der Stadt Sparta gelegene Ruinenstadt Mystras besichtigt werden, darunter einige Sakralbauten mit gut erhaltenen Wandmalereien.

Viele weitere Kulturschätze Griechenlands stehen auf der Liste des UNESCO-Welterbes und lohnen einen Ausflug. Zurück in die Zeit der Antike versetzt werden Besucher der archäologischen Stätten von Mykene, Tiryns, Vergina und Epidauros sowie des Apollontempels von Bassae.

Auf den griechischen Inseln wurden die Altstädte von Korfu und Rhodos mit dem begehrten UNESCO-Titel geehrt, ebenso das Kloster Nea Moni aus der Zeit von Byzanz auf der Insel Chios, die antiken Tempelruinen auf der Insel Delos sowie das antike Heiligtum Heraion auf der Insel Samos. Auf der Insel Patmos schließlich, die als Ursprungsort für die Offenbarungen des Heiligen Johannes gilt, wurde im Jahr 1999 die Altstadt des Hauptortes Chorá samt dem Johanneskloster zum Weltkulturerbe ernannt. Die Johannisgrotte, auch die Höhle der Apokalypse genannt, in denen Johannes seine Visionen hatte, gehört ebenfalls zum Welterbe; sie befindet sich auf dem Weg zwischen Skala und Chorá.

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Akropolis von Athen

 

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